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Matschalaaaaarm oder: Werkeln macht glücklich

Wolfgang Sterz
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Allgemein, News

Schmutzige Kinder sind glückliche Kinder, heißt es. So gesehen gibt es im Garten des Kinderhauses nun einen Ort, an dem die Krippenkinder noch glücklicher werden können: die neue Matschküche. Krippen-Eltern haben sie bei goldenem Herbstwetter aus alten Europaletten und einer ausrangierten Spüle gebaut.

Was war denn da los? Es war Sonntag und im Garten des Kinderhauses tobte das Leben? Kindergeschrei, Sägengekreische, Akkuschraubergesurre, Hammer- und Schleifgeräusche – es war schon von Weitem zu hören, dass unter den großen Ahornbäumen etwas Ungewöhnliches vor sich ging. Die Idee dazu hatte Christine Kempter von der Blauen Gruppe gehabt und in Vater Michiel Vrijbergen schnell einen Verbündeten gefunden, der per WhatsApp und Schwarzem Brett einige Eltern zur Matschküchen-Aktion zusammentrommelte und das nötige Baumaterial besorgte.

Nach einer ausführlichen Lagebesprechung entwarf das Team einen Plan, wie es die Paletten transformieren wird – und schon ging es bei wunderbar warmem Herbstwetter los. Aus vier sollte eins werden, genauer: eine Matschküche. Jüngster im Bau-Team: Wolf, 9 Jahre, großer Bruder vom kleinen Karl aus der Blauen Gruppe. Er griff beherzt zum Schleifpapier und rundete die Kanten einiger Paletten ab. Seine erwachsenen Mitstreiter rückten den vier Europaletten mit einem elektrischen Schliefgerät auf die Patina und sägten mit der Kreissäge die Holzlatten zurecht. Die kleineren Kinder der Handwerker spielten unterdessen im Krippengarten. Und im hinteren Eck wurde zudem fleißig geschaufelt: Schippe für Schippe trugen Eltern aus dem AK Garten den Kompost ab, aber mehr dazu später.

Nach etwa fünf Stunden stand die Matschküche. Die kleine Clara aus der Blauen Gruppe testete gleich die Höhe, zusammen mit ihren Krippenfreunden am nächsten Tag den Matschfaktor. Auch Christine war glücklich über das neue Gartenmöbel: „Die Kinder haben es sofort entdeckt und dann fleißig mit den von uns bereit gestellten Utensilien gekocht. Wirklich toll.“ Na dann: Matschalaaaaaarm.

Eins noch: Ein Blick in die zufriedenen Gesichter des Bau-Teams vor der fertigen Küche zeigt: Irgendwie macht werkeln wohl auch glücklich. So gesehen gibt es demnächst eine neue Möglichkeit zum „Glücklicherwerden“ für Kinderhauseltern. Die neue Nestschaukel für den Krippengarten ist schon bestellt und soll dort aufgebaut werden, wo der Kompost stand.

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