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Krippenkinder können nun abhängen

Wolfgang Sterz
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Allgemein, News

Nur die Harten kommen in den Garten – das Sprichwort trifft für die Jungen und Mädchen des Montessori-Kinderhauses zu, denn sie gehen bei Wind und Wetter zum Spielen raus. Schließlich gibt es kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung. Dass einige Kinder auch hartgesottene Eltern haben, hat kürzlich die Bauaktion bewiesen. Regnerisch-kaltes Novemberwetter hinderte die Mütter und Väter nicht daran, im Krippengarten eine Nestschaukel aufzubauen und eine zweite Matschküche zu zimmern.

Dieses Mal rückten rund zehn „Baueltern“ aber nicht nur mit Regenkleidung sondern auch mit schwerem Gerät an. Für das Fundament der Nestschaukelpfeiler mussten große, tiefe Löcher ausgehoben werden – mit einem kleinen Bagger, den die Kinderhausleitung organisiert hatte. Davon waren die großen wie die kleinen Jungen unter den Bauarbeitern schwer begeistert. Während die Väter das Gerät bedienten, sahen sich die Kinder den Bagger genau an – und in einer Pause übernahmen die Kleinen kurz den Baggersitz für ein Erinnerungsfoto. Wem es doch etwas zu kalt wurde, der wärmte sich kurz in den Räumen der Blauen Gruppe bei etwas Kuchen auf. Wie passend, schließlich wurde die Nestschaukel mit den Einnahmen des Herbstfest-Kuchenbuffets finanziert.

In die gebaggerten Löcher setzten die Eltern Kübel, in die sie dann Beton füllten und darin die Nestschaukelpfeiler fixierten. Damit die Schaukel auch beim stärksten Hin- und Herschwingen nicht umkippt, wurden die „Baueltern“ vorsichtshalber noch von einem Bauingenieur beraten. Weil der Beton erst aushärten musste, wurde der nestförmige Korb nicht sofort an das Schaukelgestell gehängt.

Rund zwei Wochen nach der Aktion probierten die ersten Krippenkinder dann das neue Spielgerät im Garten aus – und waren begeistert. Für sie steht der Spaß im Vordergrund. In der Nestschaukel können sie auch zu zweit oder zu dritt abhängen und sicher durch die Luft schweben. Doch ihr neues Spielgerät kann nach Expertenmeinung noch mehr: Eine Nestschaukel soll die Motorik fördern, weil die Kinder darin das Gleichgewicht schulen und auch die Grenzen der Physik und ihres Mutes ausloten können. Das stärkt das Selbstvertrauen.

Nach dem Werkeln ist vor dem Werkeln: Für den Garten gibt es schon wieder neue Pläne. „Im Kindergartenbereich soll etwas zum Klettern entstehen. Und über der Rutsche möchten wir ein Sonnensegel errichten. Und für den Krippenbereich suchen wir eine kleine Edelstahlrutsche“, sagt Heidrun Engelmaier vom Vorstand des Kinderhauses, die sich mindestens genauso wie die Kinder über die lang ersehnte Nestschaukel freut. Bis es so weit ist und die „Baueltern“ wieder zum Werkzeug greifen, heißt es aber erst einmal: Die Harten schaukeln jetzt im Garten.

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